Sterbegeld

Der Tod wird immer teurer. Bestattungskosten und Friedhofsgebühren werden von Jahr zu Jahr höher. Welche Möglichkeiten haben die Hinterbliebenen zur Begleichung der Bestattungskosten, wenn der Tote keinen Euro hinterlassen hat. Die Verwandten sollten auf jeden Fall überprüfen, ob nicht irgendwo ein Konto mit ein paar Euro beziehungsweise eine private Sterbegeldversicherung existiert oder eine andere private Versicherung finanzielle Leistungen bereitstellt. In Deutschland gibt es eine Pflicht zur Bestattung. Der Totenfürsorgebrechtigte hat die Bestattung anzuordnen und zu veranlassen. Die Kosten der Bestattung hat in erster Linie der Erbe zu übernehmen. Der Erbe kann vom Totenfürsorgeberechtigten abweichen. Nach den Bestattungsgesetzen der Länder tragen die nächsten Verwandten die Kosten einer Beerdigung. Laut dem gesetzlichen Zivilrecht sind die Erben und unterhaltspflichtigen Angehörigen des Verstorbenen in Pflicht, die Kosten der Bestattung zu tragen.

Bis vor ein paar Jahren konnten die Verbliebenen auf eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen zurückgreifen. Die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen war als Sterbegeld deklariert. Leider gibt es dieses Sterbegeld seit dem Jahre 2004 nicht mehr. In 2004 wurde das Sterbegeld, in Folge einer Gesundheitsreform, aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen. Zuerst zahlte die Krankenkasse das Sterbegeld nur an die Hinterbliebenen aus, wenn der Verstorbene bei Tod am 01.01.1989 gesetzlich krankenversichert war. Bei Tod eines Mitgliedes wurden 2100 DM und bei Tod eines mitversicherten Angehörigen 1050 DM an denjenigen gezahlt, der die Beerdigungskosten trug. Später wurde das Sterbegeld auf 1050 Euro und 525 Euro reduziert, bis das Sterbegeld im Jahre 2004 ganz von der Krankenversicherung gestrichen wurde. In der Definition ist das Sterbegeld ein Geldbetrag zur Bestreitung der durch den Todesfall entstehenden Aufwendungen, insbesondere der Bestattungskosten.

Aber auch wenn die gesetzlichen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr bezahlten, so bleiben einer Familie noch andere Möglichkeiten für einen Zuschuss zu den Kosten der Bestattung. Eine Möglichkeit ist ein Sterbegeld von den Unfallversicherungsträgern. Ist der Verstorbene durch einen Unfall auf der Arbeit oder einen Wegeunfall von oder zur Arbeit um Leben gekommen, so besteht ein Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Hier können die Verbliebenen ein Sterbegeld von der Unfallversicherung beantragen. Auch bei einem tödlichen Unfall eines Studenten oder Schülers in der Schule oder Universität steht eine Unterstützung der Unfallversicherung zur Verfügung. Das Sterbegeld der Unfallversicherung per Gesetz beträgt pauschal der im Zeitpunkt des Todes geltenden Bezugsgröße. In dieser Tabelle sehen Sie das Sterbegeld von 2011 bis 2014.

Sterbegeld der gesetzlichen Unfallversicherung

Jahr
West
Ost
2014
4740 Euro4020 Euro
20134620 Euro3900 Euro
20124500 Euro3840 Euro
20114380 Euro3840 Euro

Das Sterbegeld der Unfallversicherung wird an die Verbliebenen gezahlt, die die Kosten der Bestattung getragen haben. Das Sterbegeld erhalten Witwen, Witwer, Stiefkinder, Pflegekinder, Enkel, Geschwister, frühere Ehegatten und Verwandte der aufsteigenden Linie der Versicherten. Haben außenstehende Dritte und nicht die Verwandten des Toten die Bestattungskosten getragen, dann werden diesen Personen die tatsächlich entstandenen Aufwendungen bis zur Höhe des Sterbegeldes erstattet. Neben dem Sterbegeld erstattet die gesetzliche Unfallversicherung auch die Kosten einer notwendigen Überführung. Die Überführungskosten an den Ort der Beerdigung werden erstattet, wenn der Tod nicht am Ort der ständigen Familienwohnung der versicherten Personen eingetreten ist und die versicherten sich dort aus Gründen aufgehalten haben, die Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit des Verstorbenen oder mit den Folgen des Versicherungsfalles stehen. Die Leistungen der Unfallversicherung findet man im SGB 7 § 64.

In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es mit dem Sterbevierteljahr auch eine Art Sterbegeld. Dem Gesetzgeber ist es absolut offensichtlich, dass ein Tod in der Familie sehr häufig mit finanziellen Problemen einhergeht. Aus diesem Grund gibt es das gesetzliche Sterbevierteljahr. Liegen die Voraussetzungen vor, erhalten Witwen oder Witwer in den ersten 3 Monaten jene Rente, die der Ehepartner auch erhalten hätte oder hat. Das eigene Einkommen bleibt für das Sterbevierteljahr unberücksichtigt. Wenn der Tote bis zu seinem Tag des Todes keine Rente bezog, so hat der Hinterbliebene ab dem Tag des Todes einen Anspruch auf eine Rentenzahlung. War der Verstorbene jedoch bereits Rentenempfänger einer Rentenversicherung, erhält der Angehörige bis zum Ablauf des Todesmonats die volle Altersrente des Dahingeschiedenen und ab dem Folgemonat beginnt die Zeit der eigenen Rente.

Auch die Familie eines Beamten hat Anspruch auf ein Sterbegeld. Nach dem Tod eines Beamten mit dienstlichen Bezügen stehen dem überlebenden Rechtsnachfolger und Leistungen zur Beihilfe zu. Bei einem Nachweis der Kosten ist die Höhe des Sterbegeldes für Ehegatte, Lebenspartner und Kinder auf das 2fache der Dienst-, Anwärter oder Versorgungsbezüge festgelegt. Auch nahe Angehörige erhalten ein Sterbegeld in dieser Höhe, wenn sie mit dem Toten in häuslicher Gemeinschaft lebten. Liegt ein Nachweis der Kosten vor, dann wird ein Sterbegeld in Höhe der Aufwendungen gezahlt. Das Sterbegeld ist eine Einmalzahlung und unterliegt der Steuerpflicht. Mit Ablauf des Todesmonats des Beamten kann die Zahlung erfolgen. Auch die Angehörigen von Beschädigten können bei Ableben des Beschädigten ein Sterbegeld erwarten. Verstirbt ein Beschädigter, dann erhalten seine Verwandten ein Sterbegeld in Höhe der 3fachen Versorgungsbezüge, die dem Verstorbenen im Sterbemonat zustanden. Das Sterbegeld kann man bei der zuständigen Versorgungsbehörde anfordern. Anspruchsberechtigt sind die Angehörigen, wenn sie mit dem Verstorbenen zur Zeit des Todes in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. Als Nachweis, damit das Sterbegeld ausgezahlt werden kann, werden die Sterbeurkunde und ein Nachweis zum Verwandtschaftsverhältnis benötigt. Rechtsgrundlage ist der Paragraph 37 Bundesversorgungsgesetz (BVG).

Selbst das Mitglied einer Gewerkschaft bzw. die Familie kann im Todesfall einen Anspruch auf eine Leistung in Form einer finanziellen Unterstützung haben. Bei mancher Gewerkschaft erhalten die Verwandten verstorbener Mitglieder ein Sterbegeld, dass sich nach der Mitgliedsdauer und dem Beitrag richtet. So beträgt bei einer Gewerkschaft das Sterbegeld bei einer Mindestdauer von 10 bis 20 Jahren das 40fache des Monatsbeitrages, der im Durchschnitt der letzten 12 Monate vor dem Todesfall entrichtet worden ist. Das Sterbegeld für verheiratete Mitglieder der Gewerkschaft wird an den Ehegatten gezahlt. Für ledige, verwitwete oder geschiedenen Mitglieder der Gewerkschaft wird das Sterbegeld an denjenigen gezahlt, der nachweislich die Aufwendungen der Bestattung bezahlt hat. Die Todesfallleistung kann sich natürlich, je nach Gewerkschaft, unterscheiden.

Bevor sich die Familienangehöringen mit dem eigenen Todesfall beschäftigen müssen, sollte man eine eigene Vorsorge mit kleinem Geld betreiben. Als Bestattungsvorsorge ist hier die private Sterbegeldversicherung zu empfehlen. Hier zahlt man für eine ausreichende Versicherungssumme einen kleinen Beitrag und setzt für den Todesfall einen Bezugsberechtigen an, der die Versicherungssumme für die Begleichung der Kosten der Beerdigung ausgezahlt bekommt. In einem speziellen Sterbegeldversicherung Vergleich können Sie die Produkte der Monuta Lebensversicherung, Württembergische Versicherung, LV1871, Gothaer Versicherungen, Hanse Merkur Versicherungsgruppe, GE-BE-IN Versicherungen, VPV Lebensversicherung, Signal Iduna Versicherung, Volkswohl Bund Versicherungen, InterRisk Versicherung und der Generali Versicherungen online berechnen und abschließen. Wenn Sie Fragen zu einer bestimmten Sterbegeldversicherung haben, nehmen Sie kurzer Hand Kontakt zu unserem Unternehmen auf. Wir helfen Ihnen bei Ihren Fragen zu der Sterbegeldversicherung weiter. Auch Informationen zu einer Sterbegeldversicherung stellen wir Kunden gerne zur Verfügung. Dieses Angebot ist ein kostenfreier Service. Sorgen Sie mit einer Sterbegeldversicherung für eine finanzielle Vorsorge für Ihre Angehörigen und Hinterbliebenen. Ihre Trauerfeier oder Begräbnis soll schließlich nicht noch zum finanziellen Trauerfall werden. Auch die eigene Beisetzung gehört mit einer guten Sterbegeldversicherung versichert.

Wenn überhaupt keine finanzielle Unterstützung zu erwarten ist, dann können die Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Kosten aus rechtlichen Gründen übernommen werden müssen, aus sittlichen Gründen freiwillig gezahlt wurden oder der Nachlass des Toten für die Beisetzung nicht ausreicht. Die Erben sind nach deutschem Recht verpflichtet, die Kosten der Bestattung zu übernehmen. Für die Steuererklärung müssen die Bestattungskosten zusammengezählt werden. Von diesen Beerdigungskosten wird das Erbe abgezogen. Der übrig gebliebene Beitrag wird dann in die Steuererklärung eingetragen. Diesen Beitrag kann man dann von der Steuer absetzen. Zu den Beerdigungskosten zählt unter anderem der Sarg, die Urne, die Trauerfeier und der Blumenschmuck.